…fragt man Außenstehende so würden sie wahrscheinlich antworten: „Na klar, typisch für Pfadfinder sind die Tipis, in denen die immer schlafen!“ oder „Würmer essen, das ist typisch für einen Pfadfinder!“.
Das stimmt natürlich nicht!
Aber was ist denn so typisch für einen Pfadi? Hier eine kleine Auswahl:

Die Zeltkultur unseres Bundes hat eine lange Tradition. Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts erhielt unsere heutige Kohte Einzug in die deutsche Pfadfinderei. Der damalige Wandervogel „tusk“ brachte die Kohte von einer seiner Lapplandfahrten mit nach Deutschland – aus der Lappenkohte“ wurde die sogenannte „Ur-Kohte“. In den darauffolgenden Jahren entwickelte „Tusk“ die „Ur-Kohte“ mit seinen Freunden immer weiter. Das Resultat ist jedem Pfadi von heute bekannt: Für uns die typisch weißen Kohten.3789473606_ea88f4f91e_o

Die Kluft ist eines unser typischen Markenzeichen. Zusammen mit dem Halstuch macht sie uns auch für Außenstehende sehr schnell als Pfadfinder kenntlich.
Der Unterschied zur Uniform besteht nicht nur in den fehlenden Rangabzeichen, auch die individuelle Auslegung (Lagerabzeichen, Verzierungen etc.) schafft unbewusst Unterschiede. Ursprünglich führte schon Baden Powell auf seinem ersten Pfadfinderlager eine einheitliche Kleidungsform (damals allerdings noch sehr militärisch ausgeprägt) ein, um Klassen- und Herkunftsunterschiede zwischen den Jugendlichen zu überdecken. Auch heute machen wir unseren Umgang miteinander nicht an Status, Herkunft, Hautfarbe oder Religion fest!

Die Verleihung des Halstuches ist für jeden Pfadfinder ein ganz besonderer Moment. Pfadfinder, die ein Halstuch tragen, haben gezeigt, dass sie sich nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder verhalten und sich für die Gesellschaft einsetzen, in der sie leben. Die am Häufigsten anzutreffenden sind: Das gelbe Halstuch für die Wölflingsstufe, das blaue Halstuch für Jungpfadfinder und das blau-gelbe Halstuch für die Pfadfinderstufe.

Mit der Verleihung des Halstuches verspricht der Pfadfinder nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfindern zu leben:

  • Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.
  • Ich will den anderen achten.
  • Ich will mich beherrschen.
  • Ich will die Natur kennen lernen und helfen sie zu erhalten.
  • Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen in der ich lebe.
  • Ich will hilfsbreit und rücksichtsvoll sein.
  • Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.
  • Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen.
  • Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen.

Auch die Wölflinge haben ihre Regeln:

  • Ein Wölfling hilft wo er kann.
  • Ein Wölfling nimmt Rücksicht auf andere.

Klingt viel aber um ehrlich zu sein sind es doch ganz einfache Umgangsformen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, oder?

Die Natur kennen lernen und helfen sie zu erhalten – eine der Pfadfinderregeln, die deutlich macht, dass die Natur und unsere Umwelt einen großen Anteil an unserer Arbeit hat. Im Zeitalter von Smartphone, Tabletcomputer und facebook ist es für uns wichtig, eine Parallele zu bieten, die in der heutigen Gesellschaft viel zu oft zu kurz kommt. „Einfach mal wieder raus!“
Spätestens dann merkt jeder, dass es zwischen Schilderwald und Laubwald doch einen Unterschied gibt!

Mit dem Pfadfinderversprechen erklärst du dich dazu bereit, nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu handeln und dich für die Gemeinschaft einzusetzen, in der du lebst.

Zusammen mit dem Versprechen erhälst du das Halstuch verliehen, welches dich fortan begleiten wird. Wie genau so eine „Versprechensfeier“ abläuft, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten 😉

…oder auch „Fahrtennamen“ tauchen immer wieder auf.
Wie auch auf dem Schulhof oder in der Freizeit handelt es sich beim Pfadfindernamen um einen Spitznamen, der z.B. aus einer lustigen oder außergewöhnlichen Situation heraus entstanden ist.
Wunder‘ dich also nicht, wenn sich plötzlich ein „Nilpferd“ oder ein „Sid“ auf dem Lagerplatz tummelt 😉

 

Es kann nicht kommentiert werden.