Zu Beginn des Jahres hätten wohl die Wenigsten erwartet, dass die Pfadfinderarbeit in diesem Jahr in so erheblichem Maße eingeschränkt werden würde, wie es zwischenzeitlich der Fall war. Recht wechselhaft waren die Auflagen, die die Jugendarbeit im Allgemeinen und damit auch uns Pfadfinder begrenzten.

Am Anfang der Pandemie war das soziale Leben und ebenso die Pfadfinderei so gut wie nicht existent.

Als sich die Lage entspannte und die Restaurants, Bars und viele weitere Etablissements wieder öffnen durften, schien die Politik die Jugendarbeit vergessen zu haben. Für uns galten weiterhin die strengen Auflagen, die es nicht ermöglichten, Gruppenstunden, Lager oder Fahrten stattfinden zu lassen.

Durch den Einsatz vieler Gruppenleiter und anderer aktiven Menschen in der Jugendarbeit, sowie Jugendorganisationen wie den Stadt- und Landesjugendringen und vieler weiterer Vereine ist es uns gelungen, dass es nun sinnvolle Regelungen für Aktionen wie Lager, Fahrten oder wöchentlichen Gruppenstunden gibt, sodass wir beispielsweise das Eltern- und Sommerlager stattfinden lassen konnten.

Da es sich bei unseren Sippen und der Meute um Gruppen mit festen Teilnehmerkreisen handelt, ist es für die Durchführung ebensolcher nicht verpflichtend, eine Maske zu tragen oder den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, solange gewisse Obergrenzen für die Teilnehmendenanzahl eingehalten werden.

Diese Freiheiten haben wir immer mit Augenmaß genutzt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Ein selbst erstelltes Hygienekonzept, das bspw. das Desinfizieren der Hände nach der Gruppenstunde vorschreibt oder das Singen in der Runde nur draußen erlaubt, hat den Gruppenstunden einen festen, greifbaren und sicheren Rahmen gegeben.

Auch jetzt, wo die Fallzahlen in die Höhe schießen, wurden uns diese Freiheiten gelassen und es wurde uns seitens der Politik vertraut, dass wir sie nicht maximal ausreizen, sondern mit klarem Menschenverstand abschätzen, welche Aktivitäten im Stamm tragbar sind und welche nicht.

Gemäß unserer Verantwortung haben wir uns nun dazu entschieden, ab November vorerst keine weiteren Gruppenstunden stattfinden zu lassen. Lager und Fahrten waren für den Winter nicht angesetzt und unsere Stammesvollversammlung halten wir digital ab. (weitere Informationen dazu gibt es im Artikel „Stammesvollversammlung 2020“)

Den Wiederbeginn der Gruppenstunden machen wir von der Entwicklung des Infektionsgeschehens, den Impulsen aus der Politik und der stets professionellen Beratung, die wir während der gesamten Krise durch unseren Landesverband erhalten haben, abhängig.

Wir informieren euch sobald es wieder losgeht und freuen uns schon riesig darauf!

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